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Warum die "richtige Kapazität" in der Praxis oft anders aussieht

Warum die "richtige Kapazität" in der Praxis oft anders aussieht

2025-12-29

Bei der Planung einer Fischfutterproduktionsanlage beginnen viele Landwirte mit einer einfachen Berechnung:Wie viel Futter wird pro Tag benötigt?Basierend auf dieser Zahl schätzen sie die erforderliche Maschinenkapazität. Dieser Ansatz ist logisch — aber in der Praxis erzählt er oft nur einen Teil der Geschichte.

In vielen realen Projekten sind die Kapazität, die ein Kunde anfänglich erwartet, und die Kapazität, die das Engineering-Team letztendlich empfiehlt, nicht gleich. Dieser Unterschied ergibt sich in der Regel daraus,wie die Futterproduktion tatsächlich vor Ort abläuft, und nicht aus dem Futterbedarf selbst.

Die Futterproduktion ist mehr als nur die Laufzeit der Maschine

Bei der Futterproduktion geht es nicht nur darum, die Pelletpresse einzuschalten und sie kontinuierlich laufen zu lassen. Ein typischer Produktionszyklus umfasst auch:

  • Rohmaterialvorbereitung, Wiegen und Chargenbildung
  • Mischen vor dem Pelletieren
  • Anfahren und Vorheizen der Maschine
  • Reinigungs- und Hygienearbeiten nach der Produktion

All diese Schritte nehmen Zeit in Anspruch. Infolgedessen ist die effektive Produktionszeit pro Tag oft viel kürzer als bei der anfänglichen Planung angenommen.

Der tägliche Betrieb unterliegt realen Einschränkungen

Ein weiterer Faktor, der oft unterschätzt wird, ist der Personalaufwand. Auf vielen Betrieben ist die Arbeitskraft begrenzt. Die Verlängerung der Arbeitszeit bedeutet Überstundenkosten, während der Betrieb mehrerer Schichten die Personalkosten erheblich erhöht. Wochenenden, Feiertage und saisonale Arbeitsbelastungen beeinflussen zusätzlich die Produktionsplanung.

Aufgrund dieser Einschränkungen arbeitet die Ausrüstung selten jeden Tag mit ihrem theoretischen Maximum. Dies ist einer der Hauptgründe, warum eine rein mathematische Kapazitätsberechnung möglicherweise nicht mit den realen Betriebsbedingungen übereinstimmt.

Kapazität bedeutet auch Flexibilität

In der Praxis geht es bei der Kapazität nicht nur darum, den durchschnittlichen Bedarf zu decken. Sie bietet auch einen Puffer. Eine etwas höhere Kapazität ermöglicht es, die Futterproduktion innerhalb kürzerer Zeitfenster abzuschließen, wodurch der Druck verringert wird, wenn die Zeitpläne eng sind oder unerwartete Verzögerungen auftreten. Für den Betrieb auf dem Bauernhof erweist sich diese Flexibilität oft als wertvoller als die Minimierung der Maschinengröße.

Ein praktisches Fazit

Deshalb kann die vom Kunden berechnete „richtige Kapazität“ und die vom Lieferanten vorgeschlagene Kapazität unterschiedlich sein — beide sind angemessen, basierend auf unterschiedlichen Perspektiven.

Die effektivste Geräteauswahl wird in der Regel getroffen, wenn Futterbedarfsberechnungen mit einem Verständnis des täglichen Betriebs, der Verfügbarkeit von Arbeitskräften und des Produktionsrhythmus kombiniert werden. Wenn man von Anfang an das Gesamtbild betrachtet, lassen sich spätere Einschränkungen vermeiden und eine reibungslosere, zuverlässigere Futterproduktion auf lange Sicht erreichen.